Denise Herrmann: „Der erste Medaillentraum bei der WM hat sich erfüllt!“

Bei der 5. WM im Skilanglauf der U 23 in Hinterzarten sorgte gestern im neuen „Schwarzwald Nordic Center“ Notschrei auf dem Feldberg Denise Herrmann für Jubelschreie im DSV-Lager. Die 21-jährige Bockauerin und Frankenberger Sportsoldatin aus der Oberwiesenthaler Traininggruppe von Janko Neuber gewann mit Silber im Sprint die erste deutsche Medaille. Drei Fragen an die DSV-Athletin ...

Denise Herrmann, Skilangläuferin (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal).

Frage: Wie lautet das Fazit des persönlichen Rennfilmes nach den vier knallharten Fights über die 1,3 kmim Freistil ?
D. Herrmann: Nachdem ich die siebtschnellste Zeit im Qualifizierungsprolog geschafft hatte, ging ich mit ordentlich Selbstvertrauen in das Viertelfinale. Kritisch war allerdings das Halbfinale, als ich im Positionsgerangel zweimal fast vom Kurs gedrängt wurde. Doch als eine der zwei Zeitschnellsten kam ich als „Lucky Loser“ dennoch ins Finale. Naja, und da war ja fast noch mehr drin als Silber.

Frage: In der Jubeltraube nach dem Rennen ging es sächsisch zu - wer ist aus Ihrer Heimat vor Ort?
D. Herrmann: Meine Eltern, Christine Nestler, sie ist ja Mitarbeiterin am Leipziger Institut für Angewandte Trainingswissenschaft, mein Freund Daniel Heun, sein Vater und, und … Heute Abend wird – natürlich alkoholfrei – im Waldhotel nahe dem Laufstadion schon etwas locker gefeiert.

Frage: Wie sieht das weitere WM-Programm aus?
D. Herrmann: Ich werde am Donnerstag die 10 km klassisch und am Sonnabend den Pursuit, also die Zweitechniken-Doppelverfolgung, laufen. Ich will in dem starken Feld, darunter viele Athletinnen mit Weltcuperfahrung, schon unter die besten Sechs kommen. Insgeheim liebäugele ich nach der Bronzenen im Vorjahr in Frankreich mit meiner dritten WM-Medaille.